Dienstag, 28. August 2012

Schützenfest vorbei ....

... einerseits macht mich das traurig, andererseits bin ich froh. Dieses hin- und hergejuckel ist echt anstregend. Aber das Flair, dass die Innenstadt an Schützenfest ausstrahlt erfreut mich jedes Jahr aufs Neue.

Man stumpft ab ...

.... wenn man wöchentlich das hoch und runter der Blutwerte meiner Mutter hört ! Sind sie gut, freue ich mich wie blöd; sind sie schlecht, falle ich in ein tiefes Loch ! Jede Woche-immer wieder !

Gerade war ich bei meiner Mutter .....

...und sie sieht so schlecht aus. Sie kraft- und mutlos, hockt vor dem Fernseher weil das Laufen und Aufstehen sie sehr strapazieren.

Ich könnte weinen, wenn ich sie so sehe !

Montag, 27. August 2012

Ab morgen .....

...geht fürs Kind die Schule richtig los. Nach der letzten Woche, in der nur oberflächlich gelernt wurde, starten sie ab morgen voll durch. Ich bin so sehr gespannt, wie sie das packt !

Immer schlechter .......

...werden die Werte meiner Mutter. Heute hat sie Plasma bekommen, weil die Leukos wieder grenzwertig hoch waren. Mittlerweile muss sie eine ganze Handvoll Medikamente nehmen. Dazu hat sie immer weniger Appetit. Sie baut täglich immer mehr ab. Die Ärzte sagten heute, dass, wenn die Werte bis Freitag nicht deutlich besser werden, meine Mutter wieder stationär aufgenommen wird. Ich weiß, dass sie das Krankenhaus wohl nicht mehr verlassen wird. Das wird ihre Endstation werden.

Wir wissen, dass sie das auch weiß und das finde ich ganz furchtbar. Auch wenn ich dran denke, was dann aus meinem Bruder wird, bereitet mir ein schlechtes Gefühl. Er hängt sehr an ihr. Er leidet sehr sie so zu sehen; wie wir alle.

Donnerstag, 23. August 2012

Ich muss mich sortieren .....

...sonst drehe ich durch !

Meine Gedanken kreisen seit April um meine Mutter. Sie ist die erste Person aus unserer Familie, bei der man eine tödliche Krankheit festgestellt hat. Ich bin also total unerfahren, was den Verlauf der ALL angeht.

Ihr Zustand reicht von sehr gut, bis hin zu ganz schlecht. Die Werte fahren hoch und runter und das ist kräftezehrend. Für meine Mutter sowieso, aber auch für uns Kinder. Gerade meine älteste Schwester, meinen Bruder und mich trifft es hart, weil wir nun in ihrer direkten Umgebung wohnen.

Ihr Zustand verschlechtert sich zusehends. Es ist schlimm das beobachten zu müssen und den Gedanken zu haben, dass wir ihr wirklich nicht mehr helfen können. Sie wird ganz bald völlig kraftlos sein und sich nicht mehr selber versorgen können. Der behandelnde Arzt sagte mir vor einigen Wochen, dass, wenn meine Mutter jetzt ins Krankenhaus müsste, sie nicht mehr lebend rauskommen würde. Da wir sehen, dass es meiner Mutter nicht gut geht, überlegen wir, ob wir das nicht einfordern. Meiner Mutter geht es schlecht und wir wissen nicht, was noch kommt. Wenn man es objektiv betrachtet, weiß man es. SIe wird weniger und weniger werden und wir müssen zuschauen. Das Thema Hospiz ist für meine Mutter kein Thema. Sie sperrt sich, will nichts davon hören. Ich kann es sogar verstehen ! Hospiz wird bedeuten, dass sie dort liegt und der Tod allgegenwärtig wäre. Der Gedanke daran, wäre für mich auch unerträglich. Doch was bleiben uns für Möglichkeiten ?? Zu Hause geht fast nicht mehr, Krankenhaus müssen wir abklären, Pflegedienst geht noch nicht, da keine Pflegestufe vorhanden. Wir wissen es einfach nicht. Zumal meine Mutter zu allem ihr Einverständnis geben müsste. Doch ich will einfach nicht in die Situation kommen, in ihre Wohnung zu kommen um nach ihr zu sehen, und sie liegt da, hilflos oder nicht mehr lebend. Ich WILL das einfach nicht. Ich würde dieses Bild nie mehr aus meinem Kopf bekommen. Davor möchte ich mich schützen. Doch egal, was sage, alles wird seitens meiner Schwester abgeschmettert. Ich mag eigentlich gar nicht mehr drüber reden, aber uns bleibt nichts anderes übrig. Letztlich wird es unsere Aufgabe sein, eine Entscheiung zu treffen. Bald wird sie es nicht mehr können.

Irgendwie hoffe ich, dass der Arzt uns die Entscheidung in den nächsten Tagen abnehmen wird. Ich weiß zwar, dass meiner Mutter dann bewusst wird, dass das ihre Endstation wird, aber wir haben einfach nicht die Erfahrung, eine Todkranke beim sterben zu begleiten-und ich WILL es auch nicht.

Ich hoffe, mich kann einer verstehen !


Ewig nicht mehr hier gewesen ....

...obwohl unendlich viel passiert ist.

-Kind ist mittlerweile auf der weiterführenden Schule
-im Januar ist die Patentante meines Mannes verstorben
-daraus resultierend hatten wir einen Nachlass zu regeln
-im April erhielten wir die furchtbare Nachricht, dass meine Mutter an ALL (akute lymphatische Leukämie) erkrankt ist und dies ihr Todesurteil ist
-im Juli waren wir im Sommerurlaub; zwei Wochen Renesse, UNSER Renesse
-wir müssen Vor-Pubertäre Entgleisungen vom Kind ertragen (Wie wird das erst, wenn sie RICHTIG in der Pubertät ist ??)
-unser Wunsch, etwas Eigenes zu kaufen, wächst und gedeiht, wir brauchen nur noch das richtige Objekt

Man sieht, viel passiert !! Ich denke, ich werde hier nun wieder öfter schreiben. Ich muss ein Ventil haben, denn irgendwie sind mir meine realen Gesprächpartner abhanden gekommen !